Durchdruck

April 8th, 2010
Durchdruck

Das bekannteste Durchdruckverfahren ist der Siebdruck, bei dem die Druckfarbe mit einem Gummirakel durch ein feinmaschiges Sieb oder Kunstfasergewebe, das in einem Rahmen eingespannt ist, hindurch auf das zu bedruckende Material gedrückt wird. Das Sieb besteht dabei, je nach Verwendungszweck, unter anderem aus Polyester, Nylon, Stahl oder Rotamesh. Dies unterscheiden sich in Haltbarkeit, Flexibilität und Fadenstruktur.

Dort wo dem Druckbild entsprechend keine Farbe gedruckt werden soll, werden die Maschenöffnungen des Gewebes durch eine Schablone farbundurchlässig gemacht. Mittels dieses Verfahrens können nahezu alle Formen und Oberflächen bedruckt werden. Je nach Material werden dabei spezielle Druckfarben verwendet, die angepasst auf den zu bedruckenden Untergrund unterschiedliche Haftungseigenschaften, Trocknungszeiten und Haltbarkeiten aufweisen.

Hauptsächlich werden Papiererzeugnisse, Kunststoffe, Textilien, Keramik, Metall, Holz und Glas bedruckt. Die Druckgeschwindigkeit ist hier, im Vergleich zu anderen Druckverfahren recht gering. Der Siebdruck ist das einzige Druckverfahren, bei dem die Druckform durch das Sieb keinen direkten Kontakt zum Bedruckstoff hat. Man spricht bei dem dadurch entstehenden Zwischenraum von 1 bis 2 mm, vom sogenannten Absprung.

Besondere Merkmale des Siebdrucks können neben unscharfen Kanten, die bei einem zu großen Abstand zwischen Sieb und Druckobjekt oder zu langsam trocknender Farbe entstehen, sichtbare Farbrückstände, sogenannten Wolken, sein. Diese können durch zu spätes Entfernen des Siebs nach dem Farbauftrag, einen zu geringen Abstand zwischen Sieb und Bedruckstoff oder zu schnell trocknende Farbe hervorgerufen werden.

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