Flachdruck

April 8th, 2010
Flachdruck

Zum Flachdruck zählen der Steindruck, der Offsetdruck, der Lichtdruck oder Lithografie, der heute nur noch zu künstlerischen Zwecken eingesetzt wird, und der Polyfoliendruck, wobei heute eigentlich nur noch dem Offsetdruck Bedeutung zukommt. Die kostengünstige Herstellung der Druckformen und die Vielfalt an möglichen Bedruckstoffen machen ihn sehr attraktiv.

Druckende und nichtdruckende Partien liegen beim Flachdruck in einer Ebene. Das Prinzip basiert auf der Abstoßung von Fett und Wasser, die druckenden, fetthaltigen (lipophilen) Stellen nehmen die fetthaltige Druckfarbe auf und stoßen Wasser ab. Auf den anderen, hydrophilen Bereichen haftet die Farbe nicht.

Es wird nicht direkt von der zylindrischen Druckplatte auf Papier gedruckt, sondern die Farbe mittels eines mit einem Gummituch bespannten Zylinders indirekt auf das Druckobjekt, dass zwischen Gummizylinder und einem dritten, dem Gegendruckzylinder, verläuft, übertragen.

Beim Druck von farbigen Darstellungen wird das CMYK-Farbmodell angewendet. Die Abkürzung steht für Cyan, Yellow, Magenta und Key, wobei für jede der Farben eine Druckplatte benötigt wird. Durch die feine Rasterung kann mit diesen vier Farben ein Großteil des Farbraums abgedeckt werden. Das menschliche Auge ist nicht in der Lage, die kleinen, verschiedenfarbigen Punkte als solche wahrzunehmen, sodass der Eindruck einer Mischfarbe entsteht.

In der Praxis werden heute, je nach Verwendungszweck Bogen- und Rollenoffsetdruckmaschinen eingesetzt.

Plakate, Buchumschläge und hochveredelte Druckerzeugnisse können schon bei kleinen bis mittleren Auflagen im Bogenoffsetdruck wirtschaftlich produziert werden.

Rollenoffsetmaschinen kommen dagegen vor allem bei der Herstellung von Tageszeitungen, Massendrucksachen und Verpackungen mit hohen Auflagen zur Anwendung.

Da beim Offsetdruck nicht wie beim Hochdruck Erhöhungen in der Druckplatte vorhanden sind, fehlt die dort charakteristische Reliefstruktur. Auch eine Zackung des Randes, wie im Tiefdruck, ist nicht sichtbar. Lediglich bei falscher Anwendung, die zu einer Verschiebung der Rasterpunkte führt, ist eine grobe Rasterung zu erkennen.

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