Zerrdruck

April 8th, 2010
Zerrdruck

Beim Zerrdruck wird das Motiv von einer Druckplatte, dem Klischee, auf eine flexible Masse aus Silikonkautschuk übertragen.

Diese kann dann nach Belieben verformt, gezogen und gequetscht werden, bevor schließlich gedruckt wird. So entsteht ein verzerrtes Abbild des ursprünglichen Motivs. Das Verfahren wurde 1967 von dem Maler und Grafiker Heinz-Jürgen Bredemeyer entwickelt, der damit, noch lange bevor die Möglichkeit der digitalen Bildbearbeitung gegeben war, eine Möglichkeit bot, verzerrte und verfälschte Abbilder eines Motivs zu erzeugen.

Heinz-Jürgen Bredemeyer nutzte das Druckverfahren vor allem, um verzerrte Autos, Gesichter von Prominenten und seine sogenannten “Gehirnbilder“ zu drucken.

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